Borkenkäfer gefährden heimische Wälder

Im vergangenen Sommer hat sich durch zahlreiche Hitze- und Trockenperioden eine Borkenkäferpopulation aufgebaut, die vermehrt in stehenden Bäumen überwintert hat. Durch die vielen Hitzeperioden von Juni bis August im vergangenen Jahr und durch den milden Winter gab es optimale Brutbedingungen, die eine gute Ausgangsposition für eine massenhafte Vermehrung von Borkenkäfern geschaffen hat. Häufig kam es zur Ausbildung einer dritten Käfergeneration. Diese Käfer überwinterten vielfach in Bäumen, welche durch den späten Befallszeitpunkt noch kaum Nadelverfärbungen im Herbst 2015 zeigten und daher leicht übersehen werden konnten. Eine Überwinterung im stehenden Baum überlebt der Borkenkäfer aber viel wahrscheinlicher als im Boden, deshalb ist heuer mit einer höheren Ausgangspopulation zu rechnen. Unter den derzeit günstigen Bedingungen bringt ein einziges Borkenkäferweibchen pro Jahr mehr als 100.000 Nachkommen hervor, die dann wieder neue Bäume befallen. Der Start in die neue „Käfersaison“ wäre also bereits katastrophal. Im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld sind im vergangenem Sommer bzw. Herbst bereits große Schadholzmengen (ca. 50.000 Festmeter) angefallen. Somit ist große Eile geboten, dass noch im Wald befindliche Käferholz unverzüglich abzutransportieren. Im weiteren Frühjahr ist besonderes Augenmerk auf Bestandesränder von gesäuberten Käferherden zu legen, da hier verstärkte Gefahr von Neubefall gegeben ist.

Für weitere Informationen steht Ihnen das Forstfachreferat in der Bezirkshauptmannschaft 03332/606-271 bzw. Ihr zuständiger Bezirksförster zur Verfügung.