GESCHICHTE DER
STADT FÜRSTENFELD

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Die Entstehung der Stadt an der Grenze

Zur Sicherung der Neubesiedlung des an Leitha und Lafnitz gelegenen Grenzgebietes, das Kaiser Heinrich III. 1042-1044 von den Ungarn zurückerobert hatte, errichteten die niederösterreichischen und steirischen Landesfürsten im 12. Jahrhundert einen ausgedehnten Burgengürtel. Er reichte von Rabensburg an der mährischen Grenze bis nach Radkersburg an der Mur und bildete ein Gegengewicht zur ungarischen gyepü. Das war ein aus Wald- und Sumpfgebieten bestehender, von Vorposten bewachter Grenzverhau.

Bald nach 1170 entstand Fürstenfeld als markgräfliche Burg an der Stelle der heutigen Tabakfabrik. Ihr wurde ein Straßenmarkt zur Versorgung der Siedler im Bereich der heutigen Hauptstraße angefügt. Wenig später dürfte sich auch der Johanniterorden (Malteser) angesiedelt und neben der Burg das Kommendegebäude mit einem Hospital errichtet haben. Deren Einbindung in den Mauergürtel weist auf eine sehr frühe Präsenz in der Stadtentwicklung hin. 1197 hatte der Orden jedenfalls durch Schenkung Grundbesitz in der unmittelbaren Umgebung (Übersbach, früher schon Waltersdorf) erhalten, wodurch seine Lebensgrundlage gegeben war. Damit wird die strategische Bedeutung von Fürstenfeld deutlich unterstrichen. Gegen 1220 kam es durch den Babenberger Herzog Leopold VI. zum Stadtausbau durch Angliederung eines großen Marktplatzes mit einem Parallelstraßensystem. Die Johanniter errichteten neben ihrer Niederlassung eine Kirche, für die sie 1232 die Pfarrrechte erwarben. Diese neue Stadtanlage wurde mit einer Ringmauer umgeben.

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